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Auguste Mariette wurde 1821 in Boulogne (Frankreich) geboren. Bereits seit seiner frühesten Jugend hatte Mariette ein großes Interesse an der Geschichte des alten Ägyptens.
Im Jahre 1849 arbeitete Mariette als Assistent im Louvre-Museum in Paris und erhielt dort den Auftrag, nach Kairo zu reisen, um alte Papyri aufzukaufen.
Doch als der junge Mann in Ägypten ankam, fiel ihm als eines der ersten Dinge der Raubbau auf, der mit den Denkmälern der alten Ägypter getrieben wurde.
Immer mehr geriet sein eigentlicher Auftrag, der Ankauf alter Schriften, in den Hintergrund. Sein Hauptinteresse richtete sich darauf, wie man Ägyptens Altertümer erhalten konnte und sie vor der Ausbeutung durch Touristen, Schatzsucher und sogenannter Antiquitätenhändler zu schützen.
Zu dieser Zeit ahnte Mariette noch nicht, dass ihm innerhalb weniger Jahre der Aufbau des größten Ägyptischen Museums gelingen würde.
Doch wie in jedem Archäologen dieser Zeit, so steckte natürlich auch in Mariette ein "Entdecker".
Er hatte sich noch nicht besonders lange in Ägypten aufgehalten, als ihm immer wieder etwas eigenartiges in den privaten Luxusgärten der hohen Würdenträger auffiel.
Doch auch an anderen Orten begegnete er den gleichen Gebilden, die seine Aufmerksamkeit immer mehr in Anspruch nahmen.
Es handelte sich dabei um steinerne Sphinxe, die in ihrer Art gleich waren. Auguste Mariette war der erste, der sich fragte, woher diese Skulpturen kamen.
Wie bei den meisten großen Entdeckungen, kam auch Mariette der Zufall zu Hilfe. Während er sich in Sakkara befand und das Trümmerfeld inspizierte, entdeckte er einen weiteren Sphinxkopf, der aus dem Sand ragte.
Zusammen mit einigen arabischen Helfern griff Mariette zum Spaten und legte 141 Sphinxe frei.
Heute ist diese Stelle unter der Bezeichnung Serapeum bekannt, benannt nach dem Gott Serapis.
Mariette leistete enormes für die Ägyptologie.
Außer seiner berühmten Grabung in Sakkara führte Mariette weitere Grabungen in Edfu, Karnak und Der-el-Bahri durch.
Acht Jahre nachdem Auguste Mariette das erste mal von der Zitadelle auf Kairo blickte, gründete er in Bulak das erste Ägyptische Museum und wurde wenig später vom Vizekönig zum Direktor der Ägyptischen Altertümerverwaltung und zum Obersten Aufseher aller Ausgrabungen in Ägypten ernannt.
Das Museum wurde im Jahre 1891 nach Gizeh verlegt und bekam 1902 sein endgültiges Zuhause in Kairo.
Noch heute steht das Standblid Mariettes im Vorgarten des Ägyptischen Museums.
Auguste Mariette ist es zu verdanken, das der Raubbau der ägyptischen Altertümer gestoppt wurde.
Nach Mariettes Tod wurde der Leichnam in einem Marmorsarkophag beigesetzt.
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