Die Olmeken

Die erste Hochkultur im alten Amerika entstand vor ca. 3000 Jahren.
Es war die Kultur der Olmeken.
Sie entwickelten ihre Kultur in einer tropischen Gegend im Osten von Mexico, die allein schon durch ihre klimatischen Bedingungen, keine guten Voraussetzungen für die Entstehung einer großen Zivilisation bot.
Doch trotz dieser schwierigen Bedingungen war diese Gegend für die Olmeken scheinbar ideal.
Durch die vielen Wasserläufe in der Region, war es ihnen möglich viele ihrer Wege über das Wasser zu erledigen, als durch den schwer zu durchdringenden Urwald.
Die alljährliche Überschwemmung der Flüße, die reichlich Humus an den Ufern ablagerte, die Hitze und auch die Feuchtigkeit des Bodens, ermöglichten den Olmeken zwei gute Ernten im Jahr. So war die Versorgung mit Grundnahrungsmitteln gesichert.
Die Nahrung bestand überwiegend aus Mais,Bohnen, Süßkartoffeln und Kürbis. Ergänzt wurde der Speiseplan durch den Fischfang und natürlich auch die Jagd.
So läßt sich auch erklären, warum die Olmeken vielleicht gerade diese Gegend aussuchten, um ihre Kultur aufzubauen.

Sie errichteten vier Hauptzentren, unter anderem zählen auch Tenochtitlán und La Venta.
Das besondere an den Zentren der Olmeken ist die Tatsache, das keine dieser Stätten aus Stein gebaut wurde.

Noch immer weiß man über die Kultur der Olmeken nicht sehr viel, im Verhältnis zu ihren "Nachfolgern", den Maya oder Atzteken. Auch die Olmeken besaßen eine Schrift, die eine große Ähnlichkeit mit den späteren Hieroglyphen der Maya's und Atzteken hatte.
Allerdings ist es bis heute noch nicht gelungen, diese Schrift zu übersetzen, da man bisher auch noch nicht herausgefunden hat, zu welcher Sprachfamilie die Olmeken gehörten.
Außer der Schrift kannten sie auch Ziffern, die je nach ihrem Wert als Punkte, Striche oder Kombination aus beiden dargestellt wurden.

Heute wird allgemein angenommen, das die Olmeken auch die Erfinder der zeremonialen Zentren waren.
Als erste sollen sie Pyramiden im alten Amerika erbaut haben. Und auch das berühmte Ballspiel der Maya stammt urspünglich von den Olmeken.

Die olmekische Mythologie scheint auch der Ursprung einiger späterer Götter der Maya und Atzteken zu sein.
Sie berichtet über die Vereinigung eines Jaguars und einer Frau. Aus dieser Verbindung entstand eine "Rasse" von Mischwesen, die man Werjaguaren nannte.

In unterschiedlichen Ausmaßen wiesen sie die Eigenschaften beider Elternteile auf. Diese Mischwesen könnten später auch in die Kultur der "Nachfahren" eingeflossen sein, den einige olmekische Figuren weisen starke Ähnlichkeit mit den uns inzwischen bekannten Maya Göttern Quetzalquatl und Xipe Totec (der Frühlingsgott) auf.

Die Bezeichnung Olmeken, die wir dieser Kultur heute geben, entstammt der Sprache der Atzteken, dem Nahuatl. Es bedeutet Bewohner von Olmán, das Volk des Kautschuklandes. Wie die Olmeken ihre Zivilisation selber nannten, wissen wir leider nicht. Ihre Kultur war bereits untergegangen, als die Reiche der Maya und Atzteken noch in den Kinderschuhen steckten.