Baalbek

Im heutigen Libanon liegt in einer Höhe von 1150 Meter über dem Meeresspiegel die größte Tempelruine der Welt. Genannt wird diese Ruine "Die Tempel von Baalbek" und sie wurde in den Jahren zwischen 1900 und 1904 von deutschen Archäologen rekonstruiert.
Die Forscher gaben sich die größte Mühe die Ruine so originalgetreu wieder aufzubauen, wie sie zur Zeit der Römer ausgesehen haben muß.

Während der Regierungszeit von Kaiser Nero (54 bis 68 nach Chr.) wurde mit dem Bau des sogenannten Jupitertempels begonnen. Die ursprünglichen 54 Säulen, die den Tempel stützten und zugleich auch zierten, ragten 20 Meter in den Himmel. Heute sind leider nur noch 6 der ehemals 54 Säulen erhalten geblieben, die aber trotzdem noch immer einen guten Eindruck von der Pracht dieses Bauwerks geben.

Auch die Ausmaße der Anlage machten Baalbek zu einem der größten und prächtigsten Tempel des römischen Reiches.
Doch die Römer waren nicht die ersten, die genau an dieser Stelle einen Tempel errichteten. Bereits vorher standen an dem Platz weitaus ältere Tempel, auf deren Überresten und Grundmauern die Römer ihren Jupitertempel errichteten.
Es wird vermutet, das der kanaanitische Gott Baal ursprünglich an dieser Stelle verehrt wurde, aber auch andere alte Götter wurden dort angeblich verehrt.

Von den Seleukiden (das Seleukidenreich gehörte zu den Diadochenstaaten, die sich nach dem Tod Alexanders des Großen gebildet hatten), von denen sich in Baalbek jedoch keine nennenswerten Spuren finden lassen, bekam der Tempel den Namen Helios, woraus dann später bei den Römern Heliopolis wurde, wie die Anlage während der gesamten griechisch-römischen Periode genannt wurde.
Zur Zeit der rein römischen Periode durchlebte der Tempel eine weitere Namensänderung. Aus dem Gott Helios wurde Jupiter und der Tempel hieß von da an Jupitertempel.

637 n.Chr. gelangte das Gebiet wieder einmal unter andere Herrschaft.
Diesmal waren es Moslems, die der Gegend den islamischen Glauben brachten und zu Ehren Allahs eine Moschee auf dem Tempelgelände errichteten.
Sie waren es auch, die der Anlage wieder ihren alten Namen Baalbek zurück gaben.

 

Noch immer ist es nicht gelungen, heraus zu finden wie diese Steine aus dem ein Kilometer entfernten Steinbruch transportiert und dann in dieser Höhe eingebaut wurden.
Genauso unbekannt sind die technischen Hilfsmittel und die Transportgeräte, die man verwendet hat.
Außer die Frage, wer nun die eigentlichen Erbauer von Baalbek waren, beschäftigen auch drei kolosale Monolithen, der nördlichen Umfassungsmauer, die Archäologen. Sie sind 20 Meter lang, 4 Meter hoch und 3.60 Meter breit und wurden in einer Höhe von 6 Metern eingebaut. Die Wissenschaftler schätzen das Gewicht jedes einzelnen dieser Steine auf ungefähr 1000 Tonnen.
Diese Steine gelten als die größten, von Menschenhand geschaffenen Bausteine der Welt.
Außerhalb des Ortes liegt bis heute einweiterer dieser riesigen Steine im Boden, den man heute Stein des Südens nennt. Man hat in inzwischen genau vermessen und die Maße 21,36 Meter Länge, 4,33 Meter Höhe und 4,60 Meter Breite herausbekommen. Die Angaben für das Gewicht schwanken zwischen 1200 und 2000 Tonnen